Wenn Ihr Leben an einem Faden hängt...
...dessen Ende Ihre Partnerinnen und Partner in Händen halten.
Vertrauen in sich, in die Partnerin und den Partner
Klettern ist unmittelbar gelebte Partnerschaft. Beim Klettern wird den Beteiligten sehr schnell deutlich, wie sehr sie von einander abhängig und aufeinander angewiesen sind. Sie müssen für die anderen Verantwortung übernehmen und sich gegenseitig vertrauen, sich der Anderen und dem Anderen gegenüber öffnen.
Bewusst und erfolgreich Verantwortung zu übernehmen führt zur Selbstsicherheit, einer Aufgabe gewachsen zu sein. Vertrauen auszusprechen bedeutet, die Fähigkeiten seiner Partner anzuerkennen. So wird das Erlebnis Fels durch Partnerschaftlichkeit von Kletternden und Sichernden zur Lern- und Begegnungsstätte von Verantwortung, Selbstsicherheit und Respekt.
Intensive Selbst- und Fremdwahrnehmung
Klettern berührt die Gefühlswelt. Sie tasten, greifen, berühren. Sie fühlen, wenn die Ränder Ihrer Griffe scharf sind, wenn die Steine und der Fels feucht und kalt sind, wenn Ihr Fuß von einem Tritt zu rutschen beginnt oder Sie Ihre Kräfte anders einsetzen müssen.
Diese intensive sinnliche Wahrnehmung erfordert hohe Konzentration und Aufmerksamkeit. Am Fels gibt es wenige Möglichkeiten für Ausreden. Kletternde erhalten und geben unmittelbares Feedback, wenn der Griff nicht hält oder mehr Länge am Sicherungsseil gebraucht wird.
Flexibles Planen und zielgerichtetes Handeln
Klettern an der Wand schult die Fähigkeiten, bevorstehende Aufgaben und die damit verbundenen Risiken vorausschauend zu bedenken und das Vorgehen zu planen.
Sie lernen, aus Beobachtung Konzepte zu entwerfen, bei deren Umsetzung Sie sofort Rückmeldung erhalten, ob die Taktik richtig war. Diese kreative Denkleistung schult insbesondere darin, sich an rasch wechselnde Ereignisse anzupassen, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren.
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